Martin-Luther-Krankenhaus
Die Abteilung für Plastische Chirurgie wurde im Januar 1999 am Martin-Luther-Krankenhaus neu eingerichtet. Das Martin-Luther-Krankenhaus trägt damit dem medizinischen Fortschritt Rechnung, der seit dem Ärztetag 1995 die Plastische Chirurgie als eigenständiges Fachgebiet etabliert hat.
Die Plastische Chirurgie verfügt über spezielle Verfahren zur Wiederherstellung von Formen der Körperoberfläche und der Funktion von Gliedmaßen, die durch Unfälle, Tumor-Operationen oder fortschreitendes Alter verloren gegangen sind oder aufgrund von angeborenen Missbildungen fehlen.
Die
Wiederherstellung der äußeren Körperform umfasst alle
Arten von funktionsbehindernden und ästhetisch entstellenden Narben
sowie die Korrektur von Deformitäten des Hautmantels, der Weichteile
und des Unterhautfettgewebes.
Ein Schwerpunkt ist die Herstellung und Wiederherstellung der Brust bei Frau und Mann, vor allem mit Eigengewebe und mikrochirurgischen und minimalinvasiven Techniken. Nach sorgfältiger Abwägung auch unter Einbeziehung von Silikonimplantaten.
Während die Chirurgie gutartiger Veränderungen der Brust ein originärer Bestandteil des Faches Plastische Chirurgie ist, wird die Behandlung aller bösartigen Erkrankungen der weiblichen Brust in enger Kooperation mit der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe vorgenommen. Die Arbeitsteilung in Krebsbehandlung einerseits und Wiederherstellungschirurgie andererseits garantiert eine optimale Tumorbehandlung ohne Rücksicht auf Probleme in der Wiederherstellung und umgekehrt. Die im MLK seit langem etablierte enge interdisziplinäre Zusammenarbeit von Gynäkologen, Radiologen, Nuklearmedizinern, Pathologen und Plastischen Chirurgen ermöglicht hierbei, optimale Ergebnisse zu erzielen.
Die
Wiederherstellung verloren gegangener Funktionen konzentriert sich auf
die Chirurgie der Hand, die auch die Wiederherstellung von Nerven, und/oder
Muskeln abdeckt. Gleiches gilt für die Korrektur von Gesichtsnervenlähmungen,
die u.a. auch mit mikrochirurgischen Methoden angeboten wird. Wiederherstellung
verloren gegangener Funktionen betrifft auch die Weichteilchirurgie des
Fußes und hier im Speziellen des diabetischen Fußes, die in
enger Kooperation mit der Abteilung für Unfallchirurgie vorgenommen
wird. Im stationären Bereich verfügt die Abteilung für Plastische
Chirurgie im Martin-Luther-Krankenhaus überwiegend über Zwei-
und Einbettzimmer mit integrierter Nasszelle, einem Patientenrestaurant
sowie Fernseher und Telefon in allen Zimmern.
Der Verzahnung stationärer und ambulanter plastischer Chirurgie wird mit der Einrichtung eines plastisch-chirurgischen Ambulatoriums Rechnung getragen, die neben einer lückenlosen Qualitätskontrolle auch die Möglichkeit eröffnet, das stationäre Leistungsspektrum mit ambulanten Operationen abzurunden. Patienten können daher auch mit einem Überweisungsschein des Hausarztes zur Beratung vorgestellt werden. Für Notfälle stehen die hauseigene Ambulanz und ein fachbezogener Rufdienst zur Verfügung.
Fachmedizinische
und menschliche Qualifikation charakterisieren die Mitarbeiter der Abteilung.
Plastische Chirurgie als Dienstleistung am Patienten und am Kollegen sehen
wir als unsere Aufgabe. Die Pflege wird von Krankenschwestern und Pflegern
geleistet, die mit hoher Fachkompetenz und Einfühlungsvermögen
auf körperliche und seelische Bedürfnisse der Patienten/innen
eingehen können.
Unser Ziel ist es, den Patienten ein selbstständiges und selbstbestimmtes Leben zu erhalten, die Lebensqualität zu verbessern und ihre eigenen Möglichkeiten und Ressourcen zu berücksichtigen. Die Einbeziehung der Angehörigen in Behandlungspläne ist ebenso selbstverständlich wie die Abstimmung mit anderen medizinischen Fachabteilungen und -Kräften.
Ihr
Doc. Dr. Dr. med. Johannes C. Bruck
Chefarzt der Plastischen Chirurgie
Arzt für Plastische Chirurgie
Weitere Informationen: www.Dr-Bruck.de
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01.07.2009