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Martin-Luther-Krankenhaus
Visceral- und Gefäßchirurgie
Prof. Dr. Dr. med. Bernd Michael Harnoss
Caspar-Theyß-Str. 27-31
14193 Berlin-Grunewald
Tel (030) 89 55 - 30 00
Fax (030) 89 55 - 30 66
E-Mail
b.harnoss@mlk-berlin.de
Martin-Luther-Krankenhaus : Medizinische Abteilungen & Zentren :
Visceral- und Gefäßchirurgie

Leistungsspektrum

Allgemeinchirurgie

Visceralchirurgie und minimal invasive Chirurgie

Gefäßchirurgie

Die Visceralchirurgie umfasst alle Eingriffe im Bauchraum bei sämtlichen gut- und bösartigen Erkrankungen. Dazu gehören auch alle Operationen an der Speiseröhre und soweit erforderlich Lungenoperationen.

Tumoroperationen:Im Verbund mit Gastroenterologen aus unserem Haus oder niedergelassenen Ärzten werden Tumoren diagnostiziert und nach kurzer stationärer Vorbehandlung von uns operiert. Wir führen sämtliche Operationen an Magen, Darm, Leber und Bauchspeicheldrüse durch und entfernen Tumoren vollständig und unter Berücksichtigung des aktuellen Kenntnisstandes der medizinischen Wissenschaft. Auch bei sogenannten Metastasen, Fernabsiedlungen, in der Leber, Lunge oder anderen Organen, ist eine operative Behandlung oft möglich und vielversprechend. Die Nachsorge erfolgt, auch ggf. mit begleitender Chemotherapie, wiederum in Absprache mit dem Hausarzt und wiederholten Kontrollen in unserer Sprechstunde.

Minimal invasive Operationen:Die minimal invasive Chirurgie stellt eine besonders schonende Operationsmethode mit geringer Schmerzbeeinträchtigung und kurzer Liegedauer dar.
Dabei wird der Bauchraum mit Gas gefüllt, so dass er sich wie ein Zelt über den inneren Organen aufspannt. Die Operation wird dann mit Kamera und Spezialinstrumenten durch die Bauchdecke „von außen“ durchgeführt und über einen Monitor kontrolliert. Krankenhausaufenthalt und Beschwerdesymptomatik sind wesentlich verkürzt, hässliche Schnitte, die früher üblicherweise lebenslang an den Eingriff erinnerten, entfallen weitgehend. Die Operationsmethode wird ständig weiter entwickelt und stellt einen besonderen Schwerpunkt zukunftsorientierter Chirurgie in unserem Hause dar.

MIC 24: Im Rahmen eines Zentrums für minimal invasive Therapie (MIC 24) werden die diesbezüglichen Operationen in einer speziellen Sprechstunde täglich verfügbar für Sie angeboten.

Gallen- und Blinddarmoperationen werden nahezu ausschließlich in dieser Methode durchgeführt.

Leistenbruchoperationen werden in gleicher Weise minimal invasiv behandelt mit kamerageführter Netzeinlage. Dies ist für den Patienten im Vergleich zur herkömmlichen Methode wesentlich schonender und mit deutlich geringerer Beeinträchtigung und rascher voller Belastbarkeit verbunden. Wir verwenden hochflexible titanbeschichtete Netze, die insbesondere für Allergiker geeignet und optimales Implantationsverhalten zeigen.

Sodbrennen ist eine weit verbreitete Erkrankung, die ihre Ursache häufig in dem ungenügenden Verschluss zwischen Magen und Speiseröhre hat (Hiatushernie). Auch hierbei kann minimal invasiv der Defekt im Zwerchfell beseitigt und der Magenverschluss wieder hergestellt werden.

Eingriffe am Dickdarm werden insbesondere bei gutartigen Befunden ebenfalls kamerageführt absolviert. Hierzu zählt die Entfernung großer Polypen und die Behandlung der Divertikulose, der Aussackung der Dickdarmwand, mit daraus resultierenden entzündlichen Komplikationen. Minimal invasiv werden die betroffenen Darmabschnitte entfernt, was für die Befindlichkeit, die Rekonvaleszenz und die Vermeidung operationsbedingter Verwachsungen von großer Bedeutung ist.

Unklare Bauchbeschwerden, die zu Verdauungsbeschwerden, Schmerzen und verwachsungsbedingte Passagebehinderungen führen, können ebenfalls minimal invasiv erfolgreich behandelt werden.

Erkrankungen des Enddarmes (Hämorrhoiden) werden mit neuesten Methoden diagnostiziert und therapiert.

Bei erheblichem Übergewicht (BMI > 35) besteht die Möglichkeit zur minimal invasiven Implantation eines verstellbaren Magenbandes. Im Rahmen einer speziellen Sprechstunde werden die Patienten informiert, aufgeklärt und postoperativ betreut. Mit dieser Methode ist eine rasche und beträchtliche Reduktion des Körpergewichts um bis zu 50 % des Ausgangswertes möglich. In Zusammenarbeit mit der plastischen chirurgischen Abteilung in unserem Hause erfolgen abschließend nach der Gewichtsreduktion erforderliche Straffungen von Haut und Bindegewebe.

Die Behandlung von Durchblutungsstörungen ist ein weiterer traditioneller Schwerpunkt der chirurgischen Klinik im Martin-Luther-Krankenhaus. Gefäßverengungen können abhängig von der Situation des Gefäßsystems und der Ursache der Durchblutungsstörung aufgelöst und/oder aufgedehnt werden. Bei Bedarf werden Stents oder innere Gefäßprothesen eingelegt, insbesondere zur Überbrückung von Aneurysmen, der Ausweitung von Arterien mit der Gefahr der Ruptur. Hiervon ist besonders die große Bauchschlagader betroffen.
Zusätzlich bestehen alle Möglichkeiten der Bypasschirurgie, d.h. der Einbringung neuer Arterien aus Kunststoff oder körpereigenem Material. Bedrohliche Verengungen der Halsschlagader, die zum Schlaganfall führen können, werden unter Berücksichtigung des Verengungsgrades und nach sorgfältiger Beurteilung der gesamten Durchblutungssituation des Gehirns mittels Ultraschall und Röntgendiagnostik operativ behandelt.
Ein individuell abgestimmtes Behandlungskonzept wird unter Berücksichtigung des Gesamtzustandes und der Lebenssituation des Patienten bei täglichen interdisziplinären Konferenzen festgelegt und ausführlich mit dem Patienten besprochen. Grad und Intensität der Durchblutungsstörung werden ambulant in unseren Sprechstunden (siehe unten) bereits vor Aufnahme in den stationären Bereich diagnostiziert und hinsichtlich der Behandlungsbedürftigkeit beurteilt. Hierfür stehen alle apparativen Möglichkeiten zur Verfügung, die auch nach Abschluss der stationären Behandlung zur langfristigen Überprüfung des Behandlungsergebnisses und der Durchblutungssituation in unseren Sprechstunden angewandt werden.

Zur Behandlung des diabetischen Fußsyndroms steht ein interdisziplinäres Zentrum zur Verfügung.

Die venösen Durchblutungsstörungen, auch als Krampfaderleiden bekannt, haben einen hohen Verbreitungsgrad, sie sind eine typische Volkskrankheit. Auch hierbei erfolgt die Behandlung minimal invasiv, d.h. mit so kleinen Schnitten, dass eine typische Hautnaht, abgesehen von der Leistenregion, nicht mehr erforderlich ist. Ein spezieller Klebeverband in Verbindung mit einem Spezialstrumpf gewährleistet rasche funktionelle und auch kosmetisch befriedigende Behandlungsergebnisse. Wir verwenden die Methode der Invagination, Elektrokoagulation oder nach CHIVA, abhängig vom jeweiligen Befund, dem Patientenwunsch und der Behandlungsmöglichkeit.
Die Behandlung erfolgt je nach Situation und Ausmaß des Befundes ambulant oder stationär. Das jeweilige Behandlungskonzept wird in unseren Sprechstunden nach apparativer Diagnostik mit dem Patienten besprochen und ein entsprechendes therapeutisches Vorgehen mit ihm abgestimmt. Im Anschluss an die operative Therapie wird der Patient weiterhin ambulant betreut bis die Wundheilung vollständig abgeschlossen ist. Ggf. werden oberflächliche Befunde, wie z.B. Besenreiservarizen, verödet. Wir verwenden die Methode der Invagination, die Occlutherm-Methode.



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